In seinen Grußworten wies der 1. Vorsitzende Heinz-Dieter Schulz auf die Gründungsurkunde im Leitfaden der Veranstaltung hin. Eine veränderte Lebensphase in den Wirren des 1. Weltkrieges von 1914 bis 1918 hatte dazu geführt, die Bevölkerung aufzurufen, sich Nahrungsmittel zu beschaffen. Das war nur möglich über die Bestellung von landwirtschaftlich zu nutzenden Flächen, über das so genannte unbearbeitete Grabeland. So wurde die erste Gartenanlage der Gründungsurkunde nach, als "Diamantenfeld" bezeichnet. Diamanten war die spöttische Bezeichnung für die Gesteinsbrocken des Granits aus dem Abbruch von ehemaligen Hafenanlagen, die unter dem Ackerland des jungen Vereins vergraben worden waren und den Kleingärtnern immer wieder zwischen den Harkenzinken gerieten.
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1. Vors. KGV WHV Heinz-Dieter Schulz
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1920 nannte sich der Verein in "Gartenbauverein Wilhelmshaven" um. Der Verwaltung der oldenburgschen Stadt Rüstringen war die offensive Landnahme durch die Kleingärtner auf ihrem Gebiet ein Dorn im Auge. Die 1000 Mitglieder bewirtschafteten auf die verstreut liegenden Grabelandflächen insgesamt 60 Hektar.
430 Landsuchende standen noch auf der Warteliste. Knapp 20 Jahre später - die Marine in Wilhelmshaven benötigte jeden Quadratmeter Fläche - gab es kaum noch Pachtland vom Fiskus. Der Gartenbauverein schrumpfte bald auf 38 Mitglieder.
Erst nach Kriegsende 1945 lebte das Kleingartenwesen wieder auf und die erste Dauerkleingartenkolonie mit Namen "Deichfrieden" und 20 Gärten wurde errichtet und ihr folgten die Gartenanlagen" Maadebucht", am Neuengrodener Weg "Min Land", die Anlagen "Mühlenweg" und Observatorium" im Stadtteil Heppens und "Schwalbennest" im Ortsteil Altengroden.
Alfred Plöger, Arthur Freese, Theodor und Ludwig Kropp,
Erich Simontowitz, Helmut Krüger, Walter Borraß und Wolfgang Mudder leiteten vor Schulz den Verein.
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v.lks. 1. Vors. KGV WHV, 1. Vors. KGV Neuland-Fallersleben, Vizepräsident Friedrich Grünberg, Bürgermeisterin Bärbel Weist, Fallersleben, 2. Vors. KGV WHV Wolfgang Mudder, Bürgermeister Fritz Langen, WHV
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Jubiläum in der Gartenanlage Observatorium

Kleingärtner feiern 80jähriges Bestehen ihrer Anlage

1. Vors. KGV WHV Heinz-Dieter Schulz und Beisitzer Erich Kajdan
| Nach der 90-Jahrfeier des Vereins, Ende
April 2007, gab es noch drei weitere Jubiläen zu feiern. Die Gartenanlage Min Land feierte ihr
60-jähriges Bestehen und die Errichtung des Kolonieheimes vor 40 Jahren. Um der Vielzahl der
Jubiläen zu entgehen, verlegte der Kolonievorstand das 80 jährige Bestehen der Gartenanlage
Observatorium in das Jahr 2008.
Eingebunden in das Sommerfest feierten die Kleingärtner das 80-jährige Bestehen ihrer Anlage. Aus diesem
Anlass überbrachte der 1. Vorsitzende Heinz-Dieter Schulz die Grüße des Vorstandes und überreichte dem Beisitzer Erich
Kajdan einen Scheck.
Am 25. Februar 1927 gründete der KGV Wilhelmshaven die Gartenanlage Observatorium, nachdem das Diamantfeld
aufgrund städterischer Planung aufgegeben werden musste. Schon seinerzeit achtete man auf Anpflanzungen von Bäumen und Sträuchern.
Überwiegend nutzten die Kleingärtner die Parzellen als Grabeland. dabei legte sie Wert auf Abgrenzungen durch Ligusterhecken und
auf einen Kinderspielplatz, nahe dem Koloniehaus. Mitte der dreißiger Jahre fiel die Gartenanlage größtenteils für die Aufrüstung der damaligen
Wehrmacht zum Opfer. Riesige Sandaufschüttungen und Betonfundament sind noch heute als Zeitzeugen in einigen Gärten zu betrachten.
Auch bei der Bevölkerung aus dem nahe gelegenen Stadtteil Heppens herrschte nach dem 2. Weltkrieg große Not, die Ernährungsprobleme
zu lösen. So machten sie aus Not der brachliegenden Landschaft, eine Tugend. Denn wo immer sich die
Möglichkeit bot, ebneten sie das Land und beräumten es von Trümmern und Beton. 1946 begannen die Kleingärtner sich zu organisieren. Der Gartenfreund, Peter Konrad,
nahm es in die Hand, die Gärten einzumessen und zu vergeben. Es wurden Lauben gebaut sowie eine Kleintierhaltung auf den Parzellen
aufgestellte Ordnungen geregelt. Im August 1969 wählten die Gartenfreunde auf der Geländeversammlung, Heinz Brandt, zum Beisitzer. In
seiner Verantwortung fand dann die Aufteilung des Geländes in vier Abschnitten statt. Dadurch wurden Planungen von Wegen, Wasser- und
Stromleitungen maßgeblich erleichtert. Der Vorstand des KGV bewilligte im Jahre 1982 den Antrag des Beisitzers, in der Gartenanlage
ein Kolonieheim zu errichten. Nach dem Richtfest, am 16.06.1982, nahmen die Kleingärtner die Begegnungsstätte im November 1982 in Betrieb.
Viele Hände waren maßgeblich durch ihren Arbeitseinsatz für die Errichtung und den Innenausbau beteiligt. Unter anderen seien hier erwähnt, die
Gartenfreunde Rudi Albrecht, Alwin David, Heinz Buhrdorf, Heiner Swiec, Erich Biermanski, Karl-Heinz
Thomalla und Oskar Weiß. Für die Bewirtschaftung des Heimes sind heute die Gartenfreunde Sigrid und Helmut Gadinger verantwortlich.
Anfang der 90-ziger Jahre begann man mit der Stromversorgung in den
Lauben und in Absprache mit der Stadtverwaltung mit dem Einbau von Kleinkläranlagen, so dass damit auch die Probleme der Entsorgung gelöst
waren. Durch die Abtretung von Gartengelände an die Jadebau-Gesellschaft veränderte sich leider auch das Gesicht der Anlage. Heute aber ist
die Gartenanlage als Dauerkleingartengelände im Bebauungsplan abgesichert. Stolz sind die Gartenfreunde Obser-vatorium auf ihre Ehrenmitglieder dem 2. Vor-sitzender, Wolfgang
Mud- der
und Oskar Weiß, nach ihm wurde das Kolo Kolonieheim benannt sowie Arno Eiben, der seit 62 Jahren Mitglied im Verein ist. Und als Beinamputier-ter
mit seiner Frau Anna noch heute einen Garten von 500 m² bewirtschaftet, indem Rasen ein Fremd-wort ist.
Heute verwalten der Beisitzer, Erich
Kajdan, mit den Obleuten, Johann
Meins, Wolfgang Mudder, Wolfgang Petereit und Hans Schumann 103 Gärten in der
Anlage Observatorium.
Heinz-Dieter Schulz
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